jetz’s ma jut. (1/2)
📅 Freitag 21.03.2025
📍 Bauhaus Museum Dessau / VorOrt Haus

Abschlussfestival der Jungen Stadtmacher:innen.
Freitag beim jetz’s ma jut Festival – Ein Tag voller Perspektiven, Panels und Begegnungen
Am Freitag, den 21. März 2025, eröffnete das jetz’s ma jut Festival im Bauhaus Museum Dessau den feierlichen Abschluss des Forschungsprojekts Junge Stadtmacher:innen – und bot nicht nur einen Rückblick auf zwei Jahre studentische Aktionsforschung, sondern auch eine Bühne für stadtgesellschaftliche Debatten, politische Positionen und neue Netzwerke.



Rückblick und Perspektive: Was brauchen junge Stadtmacher:innen?
Der Tag begann mit einem einführenden Vortrag, der zentrale Ergebnisse des Forschungsprojekts präsentierte und grundlegende Fragen in den Raum stellte: Brauchen wir überhaupt noch Innenstädte? Wie können und wollen Studierende ihre Stadt aktiv mitgestalten? Und was brauchen Projekte wie Mitte, um sich nachhaltig zu verstetigen – nicht nur ideell, sondern auch strukturell und finanziell?
Prominente Stimmen im Gespräch
Ein Höhepunkt war das prominent besetzte Panel „Was ist die Relevanz von Projekten junger Stadtmacher:innen?“ mit Sabine Thalmann (Verwaltungsleiterin der Hochschule Anhalt), Robert Reck (Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau), Thomas Wünsch (Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt Sachsen-Anhalt), Wencke Hamann (Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Mitgestalterin von Mitte), Mathis Metzmacher (BBSR – Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung) und dem Stadtforscher Bastian Lange (Multiplicities Berlin).
Moderiert wurde das Gespräch von Masihne Rasuli, Lehrende an der Bauhaus-Universität Weimar, die in Dessau selbst Stadtmacherin der ersten Stunde war – als Pionierin im VorOrt e.V., der noch heute ein zentraler Ort selbstorganisierter Stadtgestaltung ist.
Das Panel bot einen spannenden Einblick in die Schnittstellen von Verwaltung, Hochschule und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen – und machte deutlich: Es braucht langfristige Strukturen, Vertrauen und Räume für Kooperation, wenn junge Stadtmacher:innen wirksam und nachhaltig wirken sollen.



Impulse und Inspirationen
Zusätzlich bereicherte die Initiative Stadt als Campus Sachsen-Anhalt das Programm mit einem Impuls zur Frage, wie Städte, Hochschulen und lokale Communities enger und produktiver zusammenarbeiten können. Ihre Vision: die Stadt als lebendigen Lernort zu begreifen – mit vielfältigen Akteur:innen auf Augenhöhe.


Ein Abend für Stadt, Kultur und Gemeinschaft
Am Abend wechselte das Festival seinen Schauplatz und zog in das Haus des VorOrt e.V. in der Wolfgangstraße 13 – ein bewusst gewählter Ort, denn VorOrt steht sinnbildlich für das, was viele neue Projekte wie Mitte noch erreichen wollen: Eine Verstetigung über Projektförderung hinaus, eine dauerhafte Einbindung in die Stadtgesellschaft, eine organisch gewachsene Struktur mit kultureller Breite und sozialer Tiefe.
Der Verein, hervorgegangen aus einem studentischen Impuls, ist heute nach über zehn Jahren ein fester Bestandteil der kulturellen Infrastruktur in Dessau – und war selbst Vorbild, Netzwerkpartner und Nährboden für Projekte wie Mitte.
Ein veganes Drei-Gänge-Menü, inspiriert von der regelmäßig stattfindenden “Küche für Alle”, sorgte für leibliches Wohl und Gesprächsstoff. Das Konzert der lateinamerikanischen Band Cuatro Piraguas aus Leipzig brachte den Garten zum Klingen – und trotz kühler Märzluft wurde später getanzt, gesocialized und sogar Salsa aufgelegt.



