jetz’s ma jut. (2/2)
📅 Samstag 22.03.2025
📍 Bauhaus Museum Dessau / Innenstadt Dessau / Pluspunkt

Abschlussfestival der Jungen Stadtmacher:innen.
Samstag beim jetz’s ma jut Festival – Praxis, Panels & Party
Am Samstag, den 22. März 2025, wurde das jetz’s ma jut Festival ganz praktisch: Es ging raus aus dem Museum, rein in die Stadt – in Räume, Leerstände und Orte, die durch junge Stadtmacher:innen aktiviert und gestaltet wurden. Der Tag stand im Zeichen des Ausprobierens, Mitmachens und Verbindens.
Aktionen in der Stadt – Räume erleben und gestalten
Der Vormittag startete mit Workshops an verschiedenen den verschiedenen Orten der Jungen Stadtmacher:innen: Im urbanen Wohnzimmer Mitte luden Egehan Layik und Ipek Ilyada zu einem Salsa-Workshop ein – Bewegung, Begegnung und Körpergefühl als städtische Praxis. Gleichzeitig fand im benachbarten Werkstattcafé ein Upcycling-Patchwork-Workshop mit Lena Koszik statt sowie am VorOrt Haus ein Mural Workshop mit dem Künstler Jakob Wolf.
Im Anschluss führte eine City Tour die Teilnehmer:innen durch das Netzwerk der jungen Stadtmacher:innen in der Innenstadt Dessau: vom KiOSK über das Werkstattcafé bis zu Mitte, vorbei an Fassaden, Aktionen und Geschichten. So konnten die Besucher:innen die räumliche und visuelle Verbindung der Projekte und ihre verschiedenen Nutzungskonzepte erkunden. Der KiOSK, das Galerieschaufenster am Albrechtplatz und Startpunkt der Tour, lud die Besuchenden ein, Statements und Zeichnungen, die vor Ort entstanden Teil einer neuen Ausstellung werden zu lassen.





Stadtmachen in Sachsen-Anhalt
Nachmittags brachte das Panel „Wie funktionieren kulturschaffende und belebende Orte in anderen Städten?“ engagierte Macher:innen aus ganz Sachsen-Anhalt auf die Bühne. Moderiert von Leo Schlaikier – Alumnus der Hochschule Anhalt und aktiver Gestalter der Kulturszene in Dessau – diskutierten:
- Valentin Rion Schmehl (Wir am Wasser, Aken),
- Kristina Gergert (Stadtlabor, Wittenberg),
- Ariadne Jedlitschka (Superblocks, Leipzig),
- Anneke Richter (heimatBEWEGEN e.V., Ballenstedt).
Gemeinsam sprachen sie über die Realität von Projektarbeit jenseits der Metropolen: über Antragsfrust, Bürokratie und Burnout – aber auch über Resilienz, gegenseitige Unterstützung und das starke „Warum“ hinter all dem. Klar wurde: Diese Projekte entstehen aus dem Wunsch nach sozialer und kreativer Interaktion, sie schaffen Begegnung, Teilhabe und Wandel – und sie brauchen strukturelle Anerkennung und langfristige Unterstützung.

Abschluss im Pluspunkt
Zum Ausklang des Festivals zog es alle in die Askanische Straße, zum Pluspunkt, dem atmosphärischen „skurrilen Raum“ im ehemaligen Berufsbekleidungsladen. Im Sinne von einem lebendigen Projektnetzwerk in Dessau lud jetz’s ma jut auch bestehende Gruppen ein, wie City Jam: Studierende und Hobbymusiker:innen, die ihre Instrumente zur Verfügung stellten und zu offenen Jam-Sessions ein, bei denen sich Musikbegeisterte in wechselnden Formationen ausprobieren konnten. Der krönende Abschluss kam vom DJ-Kollektiv polychrom, das mit seinen eklektischen Sounds den Raum in ein tanzendes Finale verwandelte.



